Donnerstag, 20. März 2014

Qualität kommt von Qual? Ein Nachtrag.

Wir denken mit, schauen voraus und nutzen unser Fachwissen, damit jeder Auftrag gewissenhaft in Time, Budget und hervorragender Qualität umgesetzt wird.

Leitsatz Qualität
Bereits vor einem Monat haben wir im Frühstücksmeeting den ersten Leitsatz in diesem Jahr diskutiert. Die Kollegin AG hat das Thema Qualität vorgestellt und bediente sich dabei den Theorien des amerikanischen Philosophen Robert M. Pirsig (Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten, 1974). Er verfolgt einen metaphysischen, subjektiven Ansatz, der dem erkenntnistheoretischen, objektiven gegenübersteht: Pirsigs Metatheorie von Qualität bedeutet, dass in einem dynamischen, ambivalenten System der qualitativ hochwertigste, kausale Zusammenhang in einer Kombination aus vielen, die größte Chance hat zu bestehen. 

Wenn wir diese Ansicht auf unseren Leitsatz beziehen, hängt Qualität von der Dynamik des Denkens ab – qualitativ besteht demnach die hochwertigste Handlung aus einer Kombination von vielen.

Normen und Regeln
Das allein erklärt natürlich nicht, was wir unter Qualität verstehen. AG postulierte, dass die Definition des Brockhaus das Wort Qualität als nicht messbar und abhängig von Normen umschreibe. Als Norm ist uns allen zum Beispiel die ISO 9000:2005 bekannt, deren acht Grundsätze des Qualitätsmanagements (Kundenorientierung, Führung, Einbeziehung der Mitarbeitenden, Prozessorientierung, Systemorientiertes Management, Ständige Verbesserung, Sachliche Entscheidungsfindung, Lieferantenbeziehung zum gegenseitigen Nutzen) Grundlage vieler Qualitätsprozesse ist und als Modell weltweit dient. 

Damit Qualität messbar wird, benötigen wir Normen und Regeln, nach denen wir uns richten können und Standards, die eingehalten werden müssen. Qualität wird subjektiv empfunden und hängt von unserer Dynamik des Denkens ab. 

Was bedeutet das dann für uns?

Qualität auch unter Zeitdruck
Qualität zu sichern, ist eine große Verantwortung und bedeutet für uns als Content Manager, dass wir uns täglich in der Verantwortung sehen, den höchsten Standard einzuhalten, nach dem Null-Fehler Prinzip zu arbeiten und nicht zu vergessen, nach Links und Rechts zu schauen. In der sich anschließenden Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, wie sich das unter Zeitdruck bewerkstelligen lässt und ob man, ähnlich wie beim Schach, auch Opfer bringen muss.

Ja, gute Frage – man sollte davon ausgehen, dass auch Zeitdruck die Qualität nicht verschlechtert. Wir arbeiten nach dem vier-Augen Prinzip und bringen all unser Fachwissen ein, damit genau das nicht passiert.

Manchmal muss man ein Bauernopfer bringen. Trotzdem sollte dies nie die Regel, sondern stets die Ausnahme sein. Und warum Qualität jetzt wohl doch von Qual kommt, können wir uns doch alle irgendwie denken ;).

(DD)

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